Fremde kamen zum Haus seiner Familie
Kurt wuchs in der Pfalz auf, wo seine Familie ein ganz normales Leben geführt hatte. Dann kamen Besucher zum Haus seiner Familie und versuchten nach seinen Angaben, seine Angehörigen zu beeinflussen.
- NAME
- KURT
- TÄTIGKEIT
- UNTERNEHMER
„ES HAT MICH NATÜRLICH SCHOCKIERT, DASS SO WAS MÖGLICH IST IN EINEM MODERNEN LAND WIE DER BUNDESREPUBLIK.“
DIE VOLLSTÄNDIGE
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Ja, mein Name ist Kurt. Ich bin in einer ganz normalen Familie in der Pfalz aufgewachsen.
Also Diskriminierung war bis zu meinem 35. Lebensjahr ein Fremdwort für mich eigentlich. In der Zeit habe ich Scientology kennengelernt und wurde Scientologe. Und dann passierten verschiedene Dinge. Also mit dem Verfassungsschutz, der kam damals schon zu meiner Familie nach Hause, um diese Familie zu beeinflussen. Hat mich natürlich schockiert, dass so was möglich ist in einem modernen Land wie der Bundesrepublik.
Später dann hatte ich eine Firma und da haben wir mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet. Eigentlich war das eine Tochter der Deutschen Bahn. Wir haben dann ein paar Jahre mit denen zusammengearbeitet und dann 2003 haben sie dann einen Scientology-Sektenfilter in die Verträge mit aufgenommen. Und dieser Sektenfilter sagt halt aus, dass man kein Scientologe sein darf und dass man auch keine Kurse in der Scientology-Kirche gemacht hat und sich sonst auch nicht mit der Lehre von L. Ron Hubbard beschäftigt. Und das hat mich natürlich sehr geschockt, dass eine deutsche Firma, die der Regierung sehr nahe steht, einen solchen Sektenfilter in ihre Verträge mit aufnimmt. Also nachdem dieser Sektenfilter in den Verträgen auftauchte der Deutschen Bahn, mussten wir die Zusammenarbeit beenden. Das hat natürlich einen sehr negativen Einfluss auf meine Firma gehabt und wir brauchten eine Weile, um uns zu erholen davon.
Die Diskriminierung hat natürlich dann – ist weitergegangen und zwar gab es viele Anti-Scientology-Veranstaltungen, die überall abgehalten wurden, hauptsächlich von den christlichen Kirchen, von IHKs, von privaten Firmen, wo wir dann gewissermaßen als dumm und gehirngewaschen dargestellt wurden. Natürlich wurden die Leute teilweise so aufgehetzt und aufgestachelt von diesen Veranstaltungsleitern und diesen Rednern, dass die uns danach auch angegriffen haben. Also das war natürlich ein Erlebnis, was mich sehr berührt hat und mich sehr mitgenommen hat. Natürlich waren diese ganzen Veranstaltungen, diese ganze Presse und diese ganzen Repressalien von der Regierung mit nichts gerechtfertigt. Es gab keinen Grund, warum diese ganzen Dinge da aufgebracht worden sind, und was sie getan haben, war totale Intoleranz.
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